Der Braungrüne Zärtling (Entoloma incanum, syn. Leptonia euchlora und L. incana, Rhodophyllus euchlorus und R. incanus) ist eine Pilzart aus der Familie der Rötlingsverwandten.[1] Die Spezies gehört zur vielgestaltigen, artenreichen Gattung der Rötlinge und darin zur Untergattung Leptonia, deren Arten aufgrund der überwiegend kleinen und zierlichen Fruchtkörper auch als „Zärtlinge“ bezeichnet werden. Wegen der geringen Maße und braungrünen Tarnfarben ist der fragile Pilz im Gras nur schwer zu entdecken. Er verströmt jedoch einen auffälligen Geruch nach verbranntem Horn oder dem Urin von Mäusen – daher rührt auch der Trivialname „Mousepee Pinkgill“ aus dem englischen Sprachraum[2], auf Deutsch „Mäusepisse-Rötling“.

Malus sylvetris

Der Wildapfel (Malus sylvestris) ist der Baum des Jahres 2013. Er gehört zu den seltensten Bäumen Deutschlands. Anders als bei der Wildbirne ist er nicht die Stammform des Kulturapfels. Er wird maximal 100 Jahre alt, steht am Waldrand, an Waldwegen oder außerhalb des Waldes in Bauminseln und kann bis auf Regionen mit extremer Hitze oder Kälte in ganz Europa wachsen. Die Blüten im April und Mai sind zunächst rosa leuchtend, später werden sie weiß und locken Bienen und Hummeln an. Wildtiere und Vögel bedienen sich gern an den kleinen herben Früchten.

Vom Aussterben bedrohte Bekassine (Gallinago gallinago) ist „Vogel des Jahres 2013“

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Bekassine am Steinhuder Meer

In Deutschland leben heute nur noch 5.500 bis 6.700 Brutpaare – etwa die Hälfte des Bestandes von vor 20 Jahren. Die Bekassine soll als Botschafterin für den Erhalt von Mooren und Feuchtwiesen werben.

Der taubengroße Schnepfenvogel mit dem beige-braunen Federkleid und dem markanten Schnabel wird gern „Meckervogel“ genannt wegen des spektakulären Balzflugs der Männchen mit einem lautstarken „Wummern“, das wie Meckern klingt. Der Laut entsteht während des Sturzflugs durch den Wind, wenn der Vogel seine beiden äußeren Schwanzfedern abspreizt. Die Männchen steigen auf meist 50 Meter Höhe in scharfem Zickzack steil auf, um dann jäh zur Seite abzukippen. Dieser Kunstflug ist besonders gut von März bis Mai zu beobachten. Der mit sieben Zentimetern überproportional lange und gerade Schnabel ist ihr auffälligstes Kennzeichen. Bekassinen stochern mit ihm tief im weichen Boden, um Kleintiere zu orten und zu ertasten. Neben Würmern, Schnecken und Insekten stehen auch Sämereien und Beeren auf dem Speiseplan.

Die Schlingnatter ist „Reptil des Jahres“ 2013

Die Schlingnatter

Die Schlingnatter ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und doch den meisten Menschen hierzulande unbekannt. Und sie gehört – wie alle europäischen Reptilienarten – zu den gefährdeten und streng geschützten Arten. Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) hat daher nun die Schlingnatter zum „Reptil des Jahres 2013“ ernannt.

Das kleine und völlig harmlose Reptil ist eine der wenigen europäischen Würgeschlangen, gewürgt werden vor allem Mäuse und Eidechsen. Die Schlingnatter, mit wissenschaftlichem Namen Coronella austriaca, führt ein verstecktes Leben und ist daher nur selten zu beobachten. Allzu oft wird die ungiftige Art mit der ähnlichen und wesentlich bekannteren, giftigen Kreuzotter verwechselt. Nicht selten wird ihr dies auch zum Verhängnis, und Schlingnattern werden in Unkenntnis vertrieben oder verbotenerweise gar getötet. Mehr