admin – NABU Neustadt e.V. https://www.nabu-neustadt.de Wed, 19 Jul 2023 19:22:06 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 https://www.nabu-neustadt.de/wp/wp-content/uploads/2022/07/cropped-favicon-32x32.jpg admin – NABU Neustadt e.V. https://www.nabu-neustadt.de 32 32 12/2022 Tierweihnachten https://www.nabu-neustadt.de/12-2022-tierweihnachte-n/ Sat, 24 Dec 2022 12:02:38 +0000 https://www.nabu-neustadt.de/?p=1585 Tierweihnachten

An diesem klaren und kalten Dezembertag fiel es den jungen Naturschützern nicht schwer in vorweihnachtliche Stimmung zu kommen. Dick eingemummelt mit Mütze und festen Schuhen trafen sich 10 Kinder mit Uli, Nicole, Maria, Petra und Henry auf dem Grundstück im Moor, um gemeinsam Tierweihnachten zu feiern.

In einem großen Topf auf einem Gaskocher schmolzen die NAJUs Pflanzenfett und gaben nach Anleitung von Uli Wildvogelfutter mit verschiedenen Samen, wie Sonnenblumenkernen, Hirse und Weizen dazu. Der dicke Brei wurde dann vorsichtig in alte Sammeltassen gefüllt, ein Stöckchen als Landeplatz für die Vögel reingesteckt und ein Faden zum Aufhängen angeknotet. Die kalten Temperaturen sorgten dafür, dass die Masse schnell auskühlte und hart wurde.

Maria, Petra und Henry leiteten die Kinder an, Nüssen, Hagebutten und Äpfeln auf einen Draht zu fädeln. Die wunderschönen bunten Früchteketten wurden danach gemeinsam mit den Vogelfutter-Tassen an die Bäume gehängt. Es dauerte nicht lange, da kamen die ersten Vögel. Ein Rotkehlchen beobachtete neugierig das bunte Treiben der jungen Menschen.

Zwischendurch konnten die Kinder mit Nicole Bewegungsspiele machen und tanzen. So blieben die Füße und Hände warm.

Nach dieser fleißigen Arbeit genossen die NAJUs selbstgekochten und duftenden Kinderpunsch und süße Lebkuchen. In einer gemütlichen Runde mit weihnachtlicher Stimmung wurde das letzte NAJU-Treffen in diesem Jahr gefeiert.

Bericht: Uli Schütte
Fotos: Uli Schütte, Nicole Neugebauer, Henry Seegers

                        

 

 

 

 

 

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10/2022 Herbstferienaktion – Sonne, Schaufel, Spaß und mehr – Verschönerung des Eidechsenhabitats https://www.nabu-neustadt.de/10-2022-herbstferienaktion-sonne-schaufel-spass-und-mehr-verschoenerung-des-eidechsenhabitats/ Thu, 17 Nov 2022 19:51:04 +0000 https://www.nabu-neustadt.de/?p=1490 Sonne, Schaufel, Spaß und mehr –
Verschönerung des Eidechsenhabitats

Bei traumhaft schönem Herbstwetter trafen sich die NAJUs am 25. und 26.10.2022 auf dem Grundstück im Moor.

Letztes Jahr haben die Kinder und Jugendliche nach Anleitung von NABU-Reptilienexperte Josef Bruns ein Eidechsenhabitat mit einer Benjes-Hecke, Sandfläche und Heide-Kraut angelegt.

Nur ein Jahr später hatten Farn und viele andere Wildkräuter die Fläche wiedererobert. Doch die Sandfläche soll der Ansiedlung von Eidechsen oder Blindschleichen dienen. Somit packten die Kinder mit Kraft und Freude an, zupften und gruben die Wildkräuter heraus, legten die Sandfläche wieder frei und hackten sie glatt. Blühende Heide-Kraut-Pflanzen wurden fachkundig von den jungen Expertinnen und Experten eingepflanzt und gewässert. Jonah, Mouna und Lyrian erwiesen sich als spitzenmäßiges Team.

 

Fotos und Bericht: Uli Schütte

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11/2022 Basteln mit Naturmaterialien https://www.nabu-neustadt.de/11-2022-basten-mit-naturmaterialien/ Thu, 17 Nov 2022 19:02:41 +0000 https://www.nabu-neustadt.de/?p=1485 Herbstliches Basteln mit Naturmaterialien

Am 12. November 2022 wurde es voll in der Geschäftsstelle. NAJUs, die schon länger dabei sind, trafen um 10:00 Uhr auf vier neue Kinder und alle waren richtig gut vorbereitet: Auf dem großen Basteltisch wurden bergeweise mitgebrachte Kastanien, Eicheln, Tannen- und Kiefernzweige ausgebreitet, dazu Blätter, Rindenstücke und verschiedenes Bastelzubehör.

Mit Unterstützung von Petra, Henry und Maria wurde zwei Stunden lang mit den Naturmaterialien gebastelt. Nebenbei genossen alle den vom NABU gemostetem Apfelsaft und am Ende wurden die eigenen Kunstwerke zufrieden und stolz präsentiert. Alle, die dabei waren, freuen sich auf das nächste NAJU-Treffen, bei dem wir für Tierfutter im Winter sorgen wollen.

Bericht: Maria Strickmann Fotos: Maria Strickmann, Henry Seegers

 

 

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10/2022 Apfelsaft und Pfannkuchen https://www.nabu-neustadt.de/10-2022-apfelsaft-und-pfannkuchen/ Fri, 28 Oct 2022 15:02:36 +0000 https://www.nabu-neustadt.de/?p=1433 Apfelsaft und Pfannkuchen

Am 19.September hat sich die Naturschutzjugend zum Äpfelsammeln an der Apfelallee getroffen, die ihrem Namen alle Ehre machte und uns viele Äpfel verschiedener Sorten bescherte. Es wurde nicht nur gesammelt und probiert, sondern es bot sich auch an, die Bedeutung von Obstbäumen für die Natur miteinander zu erörtern. So sind die Blüten wichtig für die Insekten, die Äpfel werden von Tieren gefressen und die Baumhöhlen bieten den Vögeln Nistplätze.

Die gesammelten Äpfel haben wir am 8. Oktober in der Begegnungsstätte Silbernkamp verarbeitet und Apfelsaft sowie Apfelpfannkuchen fabriziert. Das bedeutete natürlich eine Menge Arbeit, es musste geschält und geschnitten werden, aber dafür hat es allen so richtig gut geschmeckt!

Übrig gebliebene Reste wurden an die Schweine auf dem Hof Riekenberg verfüttert, so dass unsere Apfelaktion nicht nur uns, sondern auch den Tieren zu Gute kam. Die Kinder hatten die Möglichkeit, von der Ernte bis zur Verarbeitung die Vielfalt von heimischem Apfelgenuss zu erleben und hatten viel Spaß dabei, die begleitenden Erwachsenen ebenso. Unsere Apfelaktion war ein voller Erfolg und sollte auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederholt, erweitert, fortgesetzt werden.

 

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Kitzrettung https://www.nabu-neustadt.de/kitzrettung/ Mon, 04 Jul 2022 15:35:42 +0000 https://www.nabu-neustadt.de/wp/?p=1204

Der Nabu Neustadt ist ein echter Pionier bei der Kitzrettung.

 Seit 2019 fliegen wir mit einer Drohne, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, Einsätze und spüren Kitze im Gras auf. Inzwischen ist das Verfahren etabliert und viele Jäger, Privatleute und Vereine organisieren eigene Rettungen. Trotzdem sind wir ein bisschen Stolz darauf, diesen Stein ins rollen gebracht zu haben.

Jäger und Landwirte, die eine Kitzrettung buchen möchten, sowie Interessierte, die Lust haben sich zu engagieren melden sich per E-Mail an Kitzrettung@nabu-neustadt.de.

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Störche https://www.nabu-neustadt.de/stoerche/ Mon, 27 Jun 2022 19:00:17 +0000 https://www.nabu-neustadt.de/wp/?p=660
Ein neuer Horst ist geboren !

Ein neuer Horst ist geboren ! Im Neustädter Land gibt es ein neues Storchennest. Herr Thiele und Herr Stahl haben gemeinsam mit dem Landwirt Herrn...

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Der Weißstorch, ein wunderbarer Vogel

Weißstörche sind etwa 80 bis 100cm lang und haben eine Flügelspannweite von etwa 200 bis 220 cm.

Bis auf die schwarzen Schwungfedern ist das Federkleid rein weiß. Schnabel und Beine sind rötlich. Weißstörche haben ein Gewicht von etwa 2,5 bis 4,5kg. Die Störche verständigen sich durch Klappern mit dem Schnabel. Deshalb wird er auch Klapperstorch genannt. Geklappert wird zur Begrüßung des Partners am Nest und zur Verteidigung gegen Nestkonkurrenten. Die Störche sind meist partnertreu.

Der Weißstorch ernährt sich von Kleintieren wie Regenwürmern, Insekten, Fröschen, Mäusen, Fischen und Schlangen.

Er brütet auf Hausdächern, Bäumen, Masten und Felsen. Für die Standortwahl ist meist eine gute Übersicht vom Horst aus verantwortlich. Das Nest besteht aus Ästen, Reisig, Laub, Stroh und zum Abdichten werden Schlamm oder Moos genommen. In der Regel hat ein Storchennest den Durchmesser von knapp 2 Metern und kann bis zu 4 Meter hoch werden. Die Störche sind standorttreu, sie kommen immer wieder zum selben Horst zurück.

Störche sind Zugvögel. Als Segelflieger sind die Störche auf ihrem Flug in ihr afrikanisches Winterquartier auf warme Aufwinde angewiesen, da sie auf diese Weise weniger Energie als für den kräftezehrenden Flügelschlag benötigen. Im August kreisen die Vögel in die Höhe, um dann streckenweise im Gleitflug in den Süden zu wandern. Man hat festgestellt, dass die Störche auf zwei verschiedenen Wegen versuchen, das offene Wasser des Mittelmeeres, über dem keine Aufwinde entstehen, zu umgehen (Siehe Karte). Sie nutzen die Meerengen des Bosporus im Osten und Gibraltar im Westen. Die Westzieher erreichen die Savannen zwischen Senegal und Kamerun. Die Ostzieher fliegen im östlichen Teil Afrikas bis ins 10.000 km entfernte Südafrika.

Wenn sie im Frühjahr wieder zurückkehren, wird sofort mit der Brut begonnen. Meist werden 2 – 5 Eier gelegt. Die Brutzeit dauert 32 Tage. Die Nestlingszeit beträgt etwa 55 – 60 Tage.

Nach 7 Wochen haben die Jungstörche die Größe ihrer Eltern erreicht. Im Alter von 3 Monaten trennen sie sich von den Elterntieren.
Gerade im Neustädter Land haben wir viele Storchennester, auf denen jedes Jahr erfolgreich Jungstörche aufwachsen.

 

Das besondere Jahr 2021

Die Zahl der Storchennester hat sich in den letzten beiden Jahren fast verdoppelt. Ein Grund liegt in den starken Geburtsjahren 2018 und 2019. Die Jungstörche kommen nach einer Geschlechtsreife von 2 Jahren wieder in ihr altes Gebiet zurück und versuchen sich wieder im Neustädter Land niederzulassen. Sie nehmen bereits bestehende Nester oder bauen auch eigene. Da die Brutergebnisse auch in den Folgejahren gut waren, ist mit einer weiteren Zunahme zu rechnen.

 

Weißstörche im Raum Neustadt 2020

Im Raum Neustadt haben wir 20 Nester, eins mehr als im vorigen Jahr. Besetzt wurden 19 Nester (Vorjahr16) das ist eine Zunahme von 16%.

Von den 38 Paaren haben 35 erfolgreich gebrütet und 41 Junge aufgezogen. Das sind 2 mehr gegenüber dem Vorjahr.

2 Paare sind ohne Junge geblieben. Sie haben ihre Jungen beim Kampf um das Nest mit anderen Störchen verloren.

1 Nest wurde nicht besetzt.

Durch fehlende Niederschläge im April und Mai gab es für die Aufzucht der jungen Störche die so wichtigen Regenwürmer nicht.

In diesem Jahr verhinderte die Nahrungsknappheit einen besseren Bruterfolg.

2 Jungstörche wurden mangels Futter von ihren Eltern aus dem Nest geworfen. Ein verletzter Jungstorch wurde zur Wildtier- und Artenschutzstation nach Sachsenhagen gebracht.

Für Neustadt planen wir das in die Jahre gekommene Nest im Herbst zu erneuern.

 

Störche in Neustadt 2019

In diesem Jahr begann die Storchensaison am 3.4.
Beide Störche landeten auf dem Neustädter Nest.
Es wurden 4 Eier gelegt.
Am 10.5. kam es zu einem  Storchenkampf, bei dem die 4 Eier verloren gingen und das Storchenpaar vertrieben wurde.
Das neue Paar besetzte das Nest.
Am 17.5. wurden 3 Eier entdeckt.
Am 17.6. sind 3 Jungstörche geschlüpft.

U. Stahl

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Schulgarten https://www.nabu-neustadt.de/schulgarten/ Sun, 26 Jun 2022 11:39:23 +0000 https://www.nabu-neustadt.de/wp/?p=474
Alle Jahre wieder.

Herbsteinsatz im Schullehrgarten. Am 2.11. trafen sich Mitglieder des Nabu-Neustadt zum gemeinsamen Arbeitseinsatz im Schulgarten an der Wunstorfer Straße. Pferdemist untergraben, Flächen freischneiden, Beikraut zupfen...

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Sonniges Plätzchen im Schullehrgarten Sommer 2020

Foto: Gisela Dehaye

Der Schullehrgarten   

Die Stele am Eingang zum Schullehrgarten ist ein Teil des neu entstandenen „MOORHENNIES PFAD“

Der NABU – Schulgarten

Der 5900 m² große NABU Schullehrgarten ist ganzjährig für Besucher geöffnet. Auf Wunsch können Führungen veranstaltet werden. So treffen sich bereits SchülerInnen von der Hans-Böckler-Schule und der Stockhausenschule und selbstverständlich unsere NAJU Kindergruppe im Garten und helfen mit bei leichten Gartentätigkeiten. Blumen, Kräuter- u. Gemüsebeete benötigen Pflege. Pilzbeete sind z. Zt. in Arbeit. Eidechsen, Schnecken, Schmetterlinge und verschiedene Singvogelarten sind anzutreffen. Über einem kleinen Teich und einem Feuchtgebiet schwingen sich Libellen. Windgeschützt steht ein „Insektenhotel“, auch ein Hügel mit Waldameisen ist vorhanden. So können die Kinder sehen und lernen, dass auch mit diesen Tieren es ein verträgliches Einvernehmen gibt.

Unter anderem wachsen im NABU-Schulgarten:
1. Perlmuttstrauch / Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis)
2. Mongolischer Steppenahorn (Acer ginnala)
3. Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis)
4. Esskastanie (Castanea sativa)
5. Apfel `Cox orange´ (Malus domestica `Cox Orange´)
6. Apfel `Ingrid Marie´ (Malus domestica ` Ingrid Marie´)
7. Walnuss (Juglans regia)
8. Liguster (Ligustrum vulgare)
9. Hunds-Rose (Rosa canina)
10. Flieder (Syringa vulgaris)
11. Stiel-Eiche (Quercus robur)
12. Kirsche (Prunus avium Zuchtsorte)
13. Brombeere (Rubus fruticosus)
14. Holunder (Sambucus nigra)
15. Weißdorn (Crataegus monogyna)
16. Blutroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
17. Kornelkirsche (Cornus mas)
18. Immergrün (Vinca minor)
19. Giersch (Aegopodium podagraria)
20. Fichte (Picea abies)
21. Efeu (Hedera helix)
22. Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)
23. Schafgarbe (Achillea millefolium)
24. Goldnessel (Lamium galeobdolon)
25. Sal-Weide (Salix caprea)
26. Korkenzieher-Weide (Salix matsudana ‚Tortuosa‘)
27. Birne (Pyrus communis)
28. Ranunkelstrauch (Kerria japonica)
29. Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
30. Schlehe (Prunus spinosa)
31. Doldiger Milchstern (Ornithogalum umbellatum)
32. Gundermann (Glechoma hederacea)
33. Brennnessel (Urtica dioica)
34. Kletten-Labkraut (Galium aparine)
35. Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)
36. Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense)
37. Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
38. Trauer-Weide (Salix x pendulina)
39. Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
40. Falscher Jasmin / Europäische Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius)
41. Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina)
42. Auen-Traubenkirsche (Prunus padus)
43. Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
44. Hänge-Birke (Betula pendula)
45. Moor-Birke (Betula pubescens)
46. Hasel (Corylus avellana)
47. Buche (Fagus sylvatica)
48. Lärche (Larix decidua)
49. Sauerampfer (Rumex acetosa)
50. Fingerhut (Digitalis purpurea)
51. Johanniskraut (Hypericum perforatum)
52. Gewöhnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare)
53. Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas)
54. Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
55. Nachtkerze (Oenothera biennis)
56. Sauerklee (Oxalis cf fontana)
57. Löwenzahn (Taraxacum officinale)
58. Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)
59. Vogelmiere (Stellaria media)
60. Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis)

Fotostrecke Schullehrgarten 2015

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Schmetterlingswiese https://www.nabu-neustadt.de/schmetterlingswiese/ Sat, 25 Jun 2022 19:20:30 +0000 https://www.nabu-neustadt.de/wp/?p=652

Kaisermantel ist Schmetterling des Jahres 2022

Kaisermantel-Weibchen (Tim Laußmann)

Tagfalter in und um Neustadt a. Rbge – 2018
von Klaus-Peter Pryswitt
Stand: Anfang August 2018

Ein traumhaftes Sonnen-Sommerwetter! Aber Trockenheit und Dürre bereiten nicht nur der Landwirtschaft Sorgen und Probleme. Auch in der Tierwelt gibt es Not. Während vorerst alles auf ein gutes Falterjahr hindeutete, fällt dann im Vergleich zu den letzten 10 Jahren 2018 ins untere Mittelfeld zurück. Es gibt Positives wie auch Negatives zu berichten. 2018 ist Neustadt das Jahr des Blauen Eichenzipfelfalters (Favonius quercus). Durch die sommerliche Hitze waren etliche Falter, die ansonsten in den Baumkronen wohnen, „unten“ in Erd – und Buschhöhe zu sehen. Gute Anzahlen gab es 2018 auch vom Kleinen Perlmutterfalter (Issoria lathonia) und besonders vom Großen Kohlweißling (Pieris brassicae). Der Verlierer dieses Sommers ist der Kleine Fuchs (Aglais urticae). Nicht ein Falter wurde in und um Neustadt entdeckt. Eine Abnahme des Kleinen Fuchses ist jedoch schon 2014 feststellbar. In 2013 gab es noch Rekordzahlen. Aber sicher wird es 2019 wieder aufwärts gehen? Schwankungen sind nicht ungewöhnlich. Bei den Dickkopffaltern ist der Spiegelfleck-Dickkopf (Heteropterus morpheus) gut und dem entgegen der Rostfleckige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) eher schlecht durch das Jahr gekommen. Die sonst häufigste Art in Neustadt, das Große Ochsenauge (Maniola jurtina), ist die Menge betreffend erstaunlicherweise hinter den Spiegelfleck-Dickkopf zurückgefallen.
Wanderfalter wie die Goldene Acht, gab es Anfang Juli an mehreren Stellen im offenen, weiten Gelände zu sehen.

Die Schmetterlingswiese
Ansprechpartnerin Ilona Karney.

Die Stele am Eingang zur Schmetterlingswiese ist ein Teil des neu entstandenen „MOORHENNIES PFAD“

Schmetterlinge
Wir suchen Falter-bzw. Schmetterlingsliebhaber(innen)
Interessierte melden sich bitte unter info@nabu-neustadt.de Tel. 05032-967750

Die Schmetterlingswiese

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Schwalben https://www.nabu-neustadt.de/schwalben/ Fri, 24 Jun 2022 19:10:43 +0000 https://www.nabu-neustadt.de/wp/?p=653

Aktion „Schwalben willkommen“

Hilfen für die Glücksbringer in Stadt und Dorf

Noch kennt sie jeder, die Flugkünstler, die das Ende des Winters verkünden. Jahrhunderte lang gehörten sie ganz selbstverständlich in jedes Dorf, auf jeden Bauernhof und auch in jede Stadt. In unzähligen Gedichten und Erzählungen treten sie auf, Aberglaube, Bauernregeln und Merksprüche ranken sich um diese Vögel. Ihr fröhliches Gezwitscher lässt gute Laune aufkommen – sie sind die Vorboten des Sommers! Wenn sie hoch in den blauen Himmel steigen, können wir uns auf gutes Wetter freuen. Ihre fliegerischen Darbietungen dienen der Nahrungssuche; sie ernähren sich von fliegenden Insekten und im Luftstrom treibenden Spinnen, die sie im Flug erbeuten.

Schwalben haben sich als sogenannte ‚Kulturfolger‘ an eine vom Menschen geprägte Umgebung angepasst. Sie tauschten ihre ursprünglichen Brutplätze an felsigen Steilküsten gegen einen Platz im Stall oder an der Hauswand ein. Somit blieb den Menschen ihre jährliche Rückkehr nicht verborgen: ‚Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren.‘ Dieser enge Bezug zum Menschen hat jedoch nicht verhindern können, dass die Schwalben in ganz Deutschland und insbesondere auch in Niedersachsen in den vergangenen Jahrzehnten immer seltener geworden sind.

Der Grund für den Rückgang liegt bei uns vor allem in der Beeinträchtigung der Lebensräume. Versiegelung von Feldwegen, Höfen und Dorfplätzen, Umwandlung von Grünland in intensiv genutzte Äcker, Einsatz von Insektiziden sowie in jüngerer Zeit moderne Fassadenbauweisen und Hygienevorschriften der intensiven Landwirtschaft machen den Mehl- und Rauchschwalben zu schaffen: Sie finden oftmals keinen lehmigen Boden zum Bau ihrer Nester mehr, können ihre Nester an den glatten Fassaden nicht befestigen.

Sie sind sogar der Nachstellung durch den Menschen ausgesetzt, weil Hausbesitzer die Nester nicht dulden und abschlagen. Die Uferschwalben leiden unter dem Verbau der Gewässer sowie unter (Zer)-Störungen an ihren Nistplätzen in Sandgruben, auf Baustellen und an Badegewässern.

In Niedersachsen gibt es drei Schwalbenarten. Alle genannten Arten sind Langstreckenzieher und überwintern südlich der Sahara. Noch freuen wir uns über die Rückkehr der Schwalben, die endlich den Sommer verkünden. Doch was, wenn bald gar keine Schwalben mehr am niedersächsischen Sommerhimmel fliegen? Mit seiner Aktion „Schwalben willkommen“ will der NABU den Vögeln helfen. Doch auch Sie können etwas tun! Wenn Sie mit uns den weiteren Rückgang der kleinen Flugkünstler verhindern möchten, können sie mit einfachen Maßnahmen etwas bewirken

Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ 2023

Nach langer Coriona-Pause zeichnet 2023 der NABU Neustadt e.V. wieder „Schwalbenfreundliche Häuser“ aus.

 

Bei der Familie Dempewolf in Neustadt sind Schwalben herzlich willkommen.

 

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Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ 2020

2020 zeichnet der NABU Neustadt e.V. wieder „Schwalbenfreundliche Häuser“ aus.

Mehl – und Rauchschwalben sind herzlich willkommen.

Bei den Familien Klein in Otternhagen, Köhler – Stünkel in Wulfelade, Engel in Osterwald und Kipping in Hagen sind Schwalben herzlich willkommen.

Für dieses Engagement hat Detlef Paatzsch vom NABU Neustadt e.V. den oben genannten Familien die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ in Form einer Urkunde und einer Plakette überreicht.

Gegen Verschmutzung durch herabfallenden Kot schafft ein unterhalb des Schwalbennestes angebrachtes „Kotbrett“ Abhilfe.

Wer Schwalben einen Lebensraum anbieten möchte, der kann sich unter info@nabu-neustadt.de an den NABU Neustadt e.V. wenden.

Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ 2019

2019 zeichnet der NABU Neustadt e.V. wieder „Schwalbenfreundliche Häuser“ aus.

Mehl – und Rauchschwalben sind herzlich willkommen.

Bei der Familie Grüßing aus Mardorf, Familie Schliesske aus Eilvese, Familie Suhr aus Wulfelade, Familie Völkering aus Mariensee und Familie Duensing aus Borstel sind Schwalben herzlich willkommen.

Warum gibt es immer weniger Schwalben bei uns? Weil sie kaum noch Insekten für sich und ihre Jungen finden. Durch Intensivierung der Landwirtschaft, Versiegelung der Landschaft und schwalbenunfreundliches Bauen finden diese Vögel kaum noch Nestbaumaterial, Nistplätze und Nahrung. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass sich Menschen auch um diese herrlichen Tiere kümmern, indem sie statt Steingärten Biotope (Blühwiesen, Hecken, Büsche usw.) Lehmkuhlen (Lehm mit Wasser gemischt) anlegen. Hier finden die Schwalben Baumaterial für ihre Nester und können gleichzeitig ihren Durst stillen. Für dieses Engagement hat Detlef Paatzsch vom NABU Neustadt e.V. den oben genannten Familien die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ in Form einer Urkunde und einer Plakette überreicht.

Gegen Verschmutzung durch herabfallenden Kot schafft ein unterhalb des Schwalbennestes angebrachtes „Kotbrett“ Abhilfe.

Wer Schwalben einen Lebensraum anbieten möchte, der kann sich unter info@nabu-neustadt.de an den NABU Neustadt e.V. wenden.

Fotos der Familen:

Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ 2018

2018 zeichnet der NABU Neustadt e.V. bereits 6 „Schwalbenfreundliche Häuser“ aus.

Bei den Familien Heidemann in Mariensee, Walter in Nöpke, Küssner/Narjes in Mecklenhorst, Prehm-Duensing in Eilvese, Schwartz in Nöpke und Heidemann in Schneeren  sind Mehl- und Rauchschwalben herzlich willkommen. Gerade in der heutigen Zeit es wichtig, dass sich Menschen auch um diese herrlichen Tiere kümmern indem sie Lehmkuhlen (Lehm mit Wasser gemischt) anlegen. Hier finden die Schwalben Baumaterial für ihre Nester und können gleichzeitig ihren Durst stillen. Für dieses Engagement hat Detlef Paatzsch vom NABU Neustadt e.V. den oben genannten Familien die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ in Form einer Urkunde und einer Plakette überreicht. Denn durch Intensivierung der Landwirtschaft, Versiegelung der Landschaft und Schwalbenunfreundliches Bauen finden diese Vögel kaum noch Nestbaumaterial, Nistplätze und Nahrung. Gegen Verschmutzung durch herabfallenden Kot schafft ein unterhalb des Schwalbennestes angebrachtes „Kotbrett“ Abhilfe.

Wer Schwalben einen Lebensraum anbieten möchte, der kann sich unter info@nabu-neustadt.de an den NABU Neustadt e.V. wenden.

Fotos der Familen:

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Insekten https://www.nabu-neustadt.de/insekten/ Thu, 23 Jun 2022 11:43:16 +0000 https://www.nabu-neustadt.de/wp/?p=783

Hornissen, Hummeln, Solitärbienen u. -wespen
Hornissen sind unsere größten heimischen staatenbildenden (sozial lebenden) Insekten. Sie sind streng geschützt. Das größte Problem für Hornissen ist der starke Rückgang der natürlichen Nistmöglichkeiten, z.B. Astlöcher in alten und toten Bäumen.

Durch geeignete Nisthilfen, Schutzmaßnahmen, Information und Aufzeigen von Verhaltensmaßnahmen tragen wir dazu bei, die oft unbegründete Angst vor diesen Insekten zu mindern.

Auch für Hummeln und solitär lebende Wespen und Bienen fehlt in unserer stark aufgeräumten Natur der notwendige Lebensraum.

 

Insektenhotels
In den letzten Jahren sind der Bau und das Aufstellen von Insektennisthilfen so richtig in Mode gekommen. Leider fertigen allerdings viele Leute und Institutionen Nisthilfen an, ohne scheinbar auch nur das geringste Wissen über die Biologie der jeweiligen Insekten zu haben. Einige Hersteller kopieren gegenseitig Modelle, die leider oft ohne Nutzen für die Insekten sind. Hier ein paar Beispiel von einem Mitglied des Nabu Neustadt.

 

Wie man es nicht macht sehen sie hier: https://www.wildbienen.info/artenschutz/untaugliche_nisthilfen_A.php

 

 

Hummeln
Hummeln sind ausgezeichnete, für den Menschen immens wichtige Bestäuber. Leider sind sie stark gefährdet. Wir geben Tipps, wie jeder Hummeln helfen kann.

https://www.nabu.de › … › Hautflügler › Hummeln

 

Keine  Angst  vor  Hornissen …..…
Die Hornisse – mit wissenschaftlichem Namen Vespa crabro – ist das größte staatenbildende Insekt unserer heimischen Tierwelt.

Ende April / Anfang Mai ist die Hornissenkönigin aus dem Winterschlaf erwacht und geht mit lautem tiefem Brummen auf Erkundungsflug. Sie ist bis zu 3,5 cm groß. Nur sie allein hat den Winter überlebt; dabei hat sie das „Frostschutzmittel“ Glyzerol in ihrem Körper produziert und alle Organe auf „Sparflamme“ gesetzt.

Ihren Hunger stillt sie jetzt am Saft blutender Bäume, erste Beuteinsekten werden gefangen.

Auch sucht sie nach einer geeigneten Behausung für ihr neues Volk. Eine natürliche Baumhöhle …. das wäre toll…..nur eine solche ist selten zu finden. So entscheidet sie sich auch mal für einen Vogelkasten, einen alten Schuppen, zur Not auch für einen Rollladenkasten oder eine Nische auf einem Dachboden.

Hat sie sich für einen Standort zur Koloniegründung entschieden, beginnt sie mit selbstgefertigtem Baumaterial an der Decke der Nisthöhle an einem kurzen Stiel die ersten sechseckigen Wabenzellen zu formen. Bis zu max. 40-50 Zellen baut sie selbst. Bald werden alle mit je einem Ei belegt sein.

Nach 5 bis 8 Tagen entwickelt sich daraus kleine Larven (Größe 1-2mm). Diese müssen mit gefangenen Insekten gefüttert werden bis sie sich verpuppen. Nach weiteren 13 bis 15 Tagen entwickelt sich daraus das Vollinsekt – die Hornisse.

Etwa 4 Wochen sind seit der Nestgründung vergangen. Die ersten 20 Arbeiterinnen sind geschlüpft. Nun bleibt die Königin fortan im Nest und hat die alleinige Aufgabe, nur noch Eier zu legen.

Die Arbeiterinnen sind kleiner als die Königin (18-25 mm). Es ist jetzt ihre Aufgabe, die Königin und das heranwachsende Hornissenvolk zu ernähren und das Nest zu vergrößern.

Der Hornissenstaat erwacht zum Leben. Im Laufe des Sommers entstehen viele Generationen von Arbeiterinnen. Sie leben nur kurz (2 bis 6 Wochen). Seine größte Stärke erreicht der Staat mit 200 bis 600 und mehr Tieren.

Die Larven werden ausschließlich mit tierischer Nahrung gefüttert. Den gefangenen Insekten werden Flügel, Beine, Kopf und Hinterleib abgebissen. Der Rest, die Brust – als energiereichste Nahrung- wird gründlich durchgekaut und zu einem Fleischballen geformt an die hungrigen Larven verteilt.

Pro Tag ist das – bei einem ausgewachsenen Volk – bis zu einem halben Kilo. Eine ungeheure Menge, etwa die gleiche wie 4-5 Meisenpaare pro Tag an ihre Jungen verfüttern.

Zu den Beutetieren gehören nicht nur Fliegen, sondern auch Bremsen und Wespen und andere Insekten und deren Raupen, die für den wirtschaftlich denkenden Menschen oft schädlich oder lästig sind. Massenvermehrungen von Schädlingen werden verhindert.

Die Hornisse hat somit als wichtiger Regulator, als „Naturpolizei“, einen wichtigen Stellenwert im Ökosystem.

Die ausgewachsenen Tiere selbst brauchen viel kohlehydratreiche Kost, die sie aus Blüten, Früchten und aus Bäumen austretenden Zuckersäften gewinnen.

Zum Bau ihres Nestes schaffen die Arbeiterinnen Material heran, das sie von alten, morschen, verwitterten Holzteilen Faser für Faser abraspeln, mit Speichel zu einem Breikügelchen vermengen und als papierartigen Masse zu waagerechten untereinander angeordneten Waben mit sechseckigen Zellen formen. Umgeben wird das Ganze Schicht für Schicht mit einer Nesthülle mit mehreren Lüftungsöffnungen. In günstigen Jahren erreicht ein solches Nest mit 7 bis 8 Wabenetagen eine Länge von bis zu 60 cm mit einem Durchmesser von ca. 30cm. Ende August bis Mitte September hat das Hornissenvolk seinen Entwicklungshöhepunkt erreicht. Bis zu 400 – 700 Tiere kann ein Volk zählen. Die Königin beginnt nun ganz gezielt Eier abzulegen, aus denen ab jetzt nur noch Drohnen (männliche Tiere) oder Jungköniginnen schlüpfen werden.

Damit kündigt sich bereits der Untergang des Hornissenstaates an. Die Arbeiterinnen vernachlässigen die alte Königin. Sie verlässt schließlich das Nest und stirbt.

Die Arbeiterinnen füttern nun nur noch die jungen Geschlechtstiere und sterben dann. Die Jungköniginnen verschaffen sich durch reichliche Aufnahme von tierischem Eiweiß und Kohlehydraten die notwendigen Reserven für die lange Überwinterungspause.

An schönen Herbsttagen schwärmen die Geschlechtstiere aus, sammeln sich oft an einzeln stehenden Bäumen zur Paarung. Die kurzlebigen Männchen sterben nach wenigen Wochen.

Die begatteten Jungköniginnen suchen sich für den Winter einen geschützten Unterschlupf. Nur wenige werden den Winter überstehen und im nächsten Frühjahr mit der Gründung eines neuen Staates beginnen.

Auch heute noch werden Hornissen als gefährlich eingestuft, oft begegnet man ihnen mit Ablehnung. Falsche Vorstellungen über die Verhaltensweisen der Hornissen und die Wirkung ihrer Stiche sind schuld daran. Noch unsere Großeltern glaubten: „Sieben Hornissenstiche töten ein Pferd, drei einen Menschen und zwei ein Kind.“ Seit Generationen hat sich dieser Irrglaube gehalten und hat in manchen Gegenden zu einer gnadenlosen Verfolgung und Vernichtung der Hornissen geführt, mit der Folge, dass sie in vielen Regionen Mitteleuropas mittlerweile vom Aussterben bedroht sind.

Heute wissen wir, dass Hornissen friedfertige Tiere sind, die nicht grundlos angreifen. Sie sind sogar scheuer als Honigbienen und Wespen. Sie fallen nicht über süßen Pflaumenkuchen her, noch haben sie Interesse am Speiseeis der Kinder. Sie ziehen es immer vor, einem Konflikt durch Flucht auszuweichen.

Außerhalb des Nestbereiches sind Hornissen nie angriffslustig.

Wie fast jedes Tier, so verteidigt sich auch die Hornisse und die unmittelbare Umgebung ihres Nestes. Das aber auch nur, wenn das Nest stark erschüttert wird oder die Flugbahn im Nahbereich (2-3m) länger blockiert wird. Wird sie unbeabsichtigt gedrückt, wird sie natürlich auch stechen. Das Gift der Hornissen ist nicht toxischer als das der Bienen oder Wespen.

In sehr seltenen Ausnahmefällen können Hornissenstiche – wie andere Insektenstiche auch – mitunter allergische Reaktionen auslösen. Dann sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.

Hornissen als unsere größten heimischen Insekten beobachten zu dürfen, die Entwicklung eines Hornissenvolkes zu verfolgen, ihre kunstvollen Nestbauten zu bestaunen, ist für viele Naturliebhaber ein seltenes unvergessliches Erlebnis.

Der Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 und §41 BNatSchG) und den Naturschutzgesetzen der Länder geregelt.

Die einheimische Hornisse (Vespa crabro) zählt in Deutschland wegen ihrer akuten Bestandsgefährdung zu den besonders geschützten Tierarten.

Sie darf nicht getötet und ihr Nest darf nicht zerstört werden.

Ausnahmen und Befreiungen von diesen Schutzbedingungen dürfen nur von den zuständigen Behörden für Naturschutz und Landschaftspflege ausgesprochen werden (§ 62 BNatSchG).

Hornissen sind keine Horrorwesen, die Mensch und Vieh töten. Sie sind außerordentlich bemerkenswerte, überaus friedfertige, soziale Großinsekten mit einem hohen Beobachtungswert.

Durch sachgerechte Aufklärung und artgerechte Schutzmaßnahmen können wir sie möglicherweise vor dem Aussterben bewahren.

Helfen Sie mit, die Hornissen in Ihrem Garten – und auch im Garten Ihrer Nachbarn – zu schützen.

Haben Sie noch weitere Fragen, benötigen Sie praktische Hilfe vor Ort?

Ulrich Thiele
Beauftragter für Hornissenschutz der Region Hannover
für den Bereich der Stadt Neustadt a. Rbge.
Tel.: 05032 – 8000 661

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